Weiche Zahnbürste? Oder doch lieber eine Zahnbürste mit härteren Borsten?

             
 




 
Einige Aspekte und Empfehlungen zur Wahl der richtigen Zahnbürste.

Die richtige Zahnbürste

Welches die richtige Zahnbürste für Sie ist, hängt von einer Vielzahl an Kriterien ab. Manchmal ist eine elektrische Zahnbürste gut, oft die Schallzahnbürste oder die Ultraschallzahnbürste, auch oft die Handzahnbürste. Denn bei der Handzahnbürste können Sie gerade beim Bürstenkopf eine Vielzahl an unterschiedlichen Ausführungen erhalten, die alle Ihre Vorteile haben. Haben Sie einen engen Mundraum, sind schmale und kurze Bürstenköpfe gut, bei freiliegenden Zahnhälsen sind Zahnbürsten mit flexibleren Hals und weichem dichten Borstenfeld besser, bei empfindlichen Zähne können diese Zahnbürsten mit mikrofeinen Borten besser sein, bei erheblichen Problemen mit Zahnstein kann eine harte Zahnbürste mit sehr kurzem Bürstenkopf besser sein, .... usw. (Tipp: Handzahnbürste als elektrische Zahnbürste: einfach, schwankende Leistung, doch gutes Putzergebnis: Das Dentiall Sonic Zahnpflege-System für Handzahnbürsten.

Weitere Unterscheidungsmerkmale sind z.B. die Anordnung der Borstensegmente, das Borstenmaterial, die Bestückungsdichte, das obere Profil des Bürstenkopfs, die Flexibilität des Zahnbürstenhalses der Handzahnbürste, der Griff der Zahnbürste (Dicke, Daumenmulde, flexibilitä, Gummierung,...) Trotz der Vielfalt dieser Kriterien: Ob harte oder weiche Borsten, ist eine der wichtigsten Fragen.

Harte oder weiche Zahnbürste

Beides hat seine Vorteile und die Wahl hängt von der persönlichen Putzsituation und Zahnsituation ab.

Dazu ist zu beachten, daß manchmal auch ein Übergang von weich zu hart sinnvoll sein kann oder man im Laufe der Woche mal variiert.

Eine Zahnputz-Strategie

Ein Beispiel: Wenn Sie zu Zahnfleischbluten neigen und die Zahnhälse aich schon ein wenig frei sind, dann putzen Sie wahrscheinlich nicht so gut, was sie aber in solch einer Situation gerade tun müssten. Aber bevor Sie durch Einsatz einer harten Zahnbürste Putzfehler riskieren, die das Zahnfleisch weiter belasten, empfehle ich lieber eine weiche komfortable Handzahnbürste mit einem flexibleren Zahnbürstenhals und etwas dickerem Griff. Damit putzen Sie werktags morgen, wenn Sie sowieso nicht so konzentriert putzen. Für abends empfiehlt sich dann für die erste Phase z.B. eien battereibetriebene Sonic-Zahnbürste von GUM (Mod. Original White), welche einen weichen und sehr kleinen Bürstenkopf hat. Damit putzen Sie abendes dann konsequent Zahn für Zahn nach der BASS Methode. Nach einegen Wochen können Sie dann überlegen, ob sie für abends oder das Wochenende, wenn Sie etwas Zeit für die Zahnpflege haben, eine Kurzkopfzahnbürste mit mittleren Borsten verwenden (Tipps finden Sie dazu in der Rubrik "harte Zahnbürsten"). Möglich ist in dieser Phase dann auch der Einsatz einer guten Schallzahnbürste, etwas Panasonic oder Waterpik, da diese das beste Borstenprofil bieten. Ich würde aber auch dann noch für morgens den Eindatz einer weichen Zahnbürste (Tepe hat da viele Variationen) empfehlen.

Was spricht für eine harte Zahnbürste:

  • Die Zahnbürste hält länger
  • Man ist schneller fertig mit dem Zähneputzen
  • Bei sehr guter Zahnputztechnik und gesundem Zahnfleisch: Die harte Zahnbürste ist gründlicher 8sofern eine Gute gewählt)
  • Der Zahnbelag wird besser entfernt, auch wenn schon etwas fester.
  • oft günstiger im Einkauf


Aber das Risiko: Putzfehler führen zu weiterem Zahnfleischrückgang. Zudem wird bei nicht nahezuperfekter Putztechnik der Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn wird nicht so gut geputzt. Sie müssen also schon richtig gut Zähneputzen können, nicht zu stark aufdrücken und Sie dürfen auf keinen Fall hin und her schrubbeln.

Die Vorteile einer weichen Zahnbürste:

  • Die Borsten legen sich flexible an die Zahnoberfläche an
  • Weiche Borsten sind sanfter zum Zahnfleisch
  • Der Übergang vom Zahnflesch zum Zahn wird besser erreicht
  • Putzfehler haben nicht so starke Auswirkungen
  • Das Zahnfleich kann nicht so leicht verletzt werden
  • Sanfter, so daß man die weiche Zahnbürste auch in Bereichen einsetzt, wo das Zahnfleisch schon empfindlich ist.

Richtig Zähneputzen

Wie eben schon angedeutet, ob harte oder weiche Zahnbürste, ist auch abhängig von der richtigen Zahnpflegetechnik. Richtig Zähneputzen hat was mit Feinmotorik, Übung, Systematik, Konzentration und beständiges Überprüfen von mit der Zeit eingeshlichenen Putzfehlern zu tun.

Ferner ist die jeweilige Zahnputzsituation zu berücksichtigen: Weiche Zahnbürste bei Parodontitis und Neigung zu Putzfehlern, harte Zahnbürste bei richtiger Zahnputztechnik und gesundem Zahnfleisch, um nur mal zwei Aspekte beispielhaft zu nennen. Parodontitis, Zahnstatus, Zahnersatz, Zahnspange, Größe des Mundraums sind eineige weitere Aspekte, die bestimmen, wie man nun am besten die Zähne richtig putzt. Hier sollten Sie immer auf Ihre Zahnarztpraxis hören.

Einige Grundregeln aber schon hier:

Immer von Zahnfleisch zum Zahn hin abstreifen. Nicht zu fest aufdrücken. Innen wie aussen Zahn für Zahn putzen. Die Zahnbürste regelmäßig wechseln.

Resümee:

Es gibt also sowohl für harte Zahnbürsten als auch weiche Zahnbürsten gute Argumente. Probieren Sie am besten mal eine weiche Zahnbürste von Tepe, eine mittlere von Gum und eine härtere (z.B. Ranir) aus.

Und vergessen Sie die Interdentalbürsten nicht! Erst dann ist Zahnpflege vollständig.

Empfehlungen

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